Nachruf



Am 17.02.2018 verstarb kurz vor Vollendung seines 85. Geburtstages unser Gründungsmitglied Ulrich Fink.

Ulrich hat sich großen Verdienst um den Erhalt seiner Eisenbrücke erworben. Wohnhaft in unmittelbarer Nähe zur Brücke kämpfte er schon weit vor der Gründung des Vereins um eine Sanierung. Ulrich war es auch, der 2006 in einer Gemeinderatsitzung den „Stein ins Rollen“ brachte in deren Ergebnis sich im Herbst desselben Jahres der Verein gründete. In den ersten Vereinsjahren arbeitete er im Vorstand mit.

Bedauerlicherweise darf Ulrich Fink die nun anstehende Sanierung nicht mehr erleben. Der Verein wird die Verdienste unseres Ulrich Fink in Ehren halten.






































Im Bereich der Ortslage Dorndorf sind schon seit dem Mittelalter Übergänge über die Saale bekannt.

Aufgrund der flachen Uferböschungen anfangs als Furt für Handelswege- und -straßen genutzt,

wurden hier später hölzerne Brücken angelegt. So genehmigte z.B. am 30. August 1257 der Bischof von Naumburg den Bau einer Brücke in Dorndorf. Der Saaleübergang war zweigeteilt und befand sich etwas oberhalb des heutigen Standortes.Die Brücke  über die Saale hatte mit Brettern verschalte Fachwerkwände und eine fränkische Überdachung. Eines der schlimmsten Hochwasser der letzten 200 Jahre zerstörte am 25. November 1890 diese Holzbrücke, es musste daher ein Neubau errichtet werden. 

Seit 1892 überspannen die drei Bögen eines beeindruckenden, von hoher Handwerkskunst zeugenden und von ingenieurtechnischer Meisterleistung geprägten Bauwerkes in Dorndorf die Saale, unsere Carl-Alexander-Brücke. Als Dank und zu Ehren des regierenden Großherzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach erhielt die Brücke seinen Namen. In den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges wurde der westliche Brückenbogen von fanatischen Eiferern gesprengt und 1946 wieder gehoben und provisorisch instandgesetzt.
In den folgenden Jahren wurde die Brücke Stück für Stück wieder in ihrer ursprünglichen
Form aufgebaut. Die Rekonstruktion zog sich schließlich bis 1971 hin, wo nach Abschluss aller Arbeiten der bis dahin letzte Farbanstrich erfolgte. In den achtziger Jahren wurde unterhalb der Carl-Alexander-Brücke eine Spannbetonkonstruktion als Saaleüberquerung für die Fernverkehrsstraße 88 errichtet. Hierdurch und nicht zuletzt wegen der 1892 zu Grunde gelegten geringen Tragfähigkeit verlor die  Carl-Alexander-Brücke auch mehr und mehr an Bedeutung als Hauptverkehrsweg. Damit wurde die Vernachlässigung für die Unterhaltung des einzigartigen Bauwerkes eingeleutet. „Mittlerweile hat allerdings Rost am Ruhm und an den Eisenträgern, die von Tausenden Nieten zusammengehalten werden genagt.“ (OTZ 12. September 2006) Um den Verfall zu stoppen und die Sanierung und Erhaltung des Identifikationssymbols der „Brücke“ voranzutreiben, gründet sich am 29.11.2006 ein Verein, der sich die Erhaltung und Sanierung dieser unter Denkmalschutz stehenden Brücke zum Ziel gesetzt hat. Es soll gelingen, dass unsere Carl-Alexander-Brücke wieder ein sehenswerter, touristischer

und technisch anspruchsvoller Blickfang wird. Auf Ihre alten Tage hin soll sie sich als Fußgänger-, Radfahrer-, Verweil- und Erlebnisbrücke den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gästen unseres Ortes, den Radfahrern und Wasserwanderern sowie den Ausflüglern der Dornburger Schlösser präsentieren.


Neben der Kontaktierung und Abstimmung mit zuständigen Rechtsträgern, Behörden und Ämtern 

zur Bereitstellung von finanziellen Mitteln sieht der Verein „Carl-Alexander Brücke e.V.“ auch die Suche und Zusammenarbeit mit Sponsoren und Spendern für dieses Vorhaben als eine wichtige Aufgabe.

Wir sind daher überjeden Cent und jeden Euro sowie über jede Mitgliedschaft dankbar.